Spieltermine:

Montag und Dienstag
20 Uhr

Hörsaal 10, EW (Gebäude 15)
Seminarstraße 20
49074 Osnabrück

Impressum

 

Programm Sommersemester 2018

9. 4.

Einsamkeit und Sex und Mitleid

 

 

 

Deutschland 2017

Regie: Lars Montag

Darst.: Bernhard Schütz, Rainer Bock, Katja Bürkle, Eva Löbau, Peter Schneider, Eugen Bauder, Friederike Kempter, Lilly Wiedemann, Jan Henrik Stahlberg, Hussein Eliraqui, Maria Hofstätter

Länge: 119 Min.

In der Großstadt prallen die unterschiedlichsten Lebensentwürfe aufeinander: Da ist zum Beispiel der Callboy Vincent (Eugen Bauder), der von der Ärztin Julia (Eva Löbau) gebucht wird. Deren Ex-Freund Uwe (Peter Schneider) wiederum lebt seine intimsten Fantasien mit der Internetbekanntschaft Janine (Katja Bürkle) aus. Doch als Uwe im Supermarkt zufällig auf den pensionierten Lehrer Ecki (Bernhard Schütz) trifft, geraten die beiden aneinander. Denn Ecki verbirgt ein dunkles Geheimnis. Ist der ehemalige Lehrer in die 14-Jährige Swentja verliebt?

Ganz so unschuldig, wie es scheint, ist jedoch auch Swentja (Lilly Wiedemann) nicht. Immerhin will sie auf das mehr als unmoralische Angebot von Mahmud (Hussein Eliraqui) eingehen, während sie doch eigentlich mit Johnny (Aaron Hilmer) zusammen ist. Als dann auch ihre Schwester Sonja entführt wird, droht die ohnehin kaputte Beziehung ihrer Eltern vollends zu zerbrechen. Denn Familienvater Robert (Rainer Bock) hat keine Struktur mehr im Leben – das behauptet jedenfalls seine Frau (Maria Hofstätter). Ach ja, und hatte Vincent nicht auch eine eher spezielle Vereinbarung mit seiner Freundin Vivian (Lara Mandoki)? Und was hat das noch genau mit diesem geklauten Schuh im ICE zu tun …

Um den Roman Einsamkeit und Sex und Mitleid möglichst genau auf die große Leinwand zu übertragen, hat Regisseur Lars Montag das Drehbuch zusammen mit dem Autor Helmut Krausser geschrieben. Gemeinsam ist es den beiden gelungen, ein komisches Sittenporträt unserer Zeit zu zeichnen, das bis in die Nebenrollen hinein mit einigen der hervorragendsten deutschen Schauspieler besetzt ist. (Kino.de)

 

10. 4.

Mord im Orient Express

 

 

 

Murder on the Orient Express

USA 2017

Regie: Kenneth Branagh

Darst.: Kenneth Branagh, Johnny Depp, Daisy Ridley, Michelle Pfeiffer, Penélope Cruz, Judi Dench, Willem Dafoe, Josh Gad

Länge: 114 Min.

Auf dem Heimweg von Istanbul nach London kommt der Meisterdetektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh) in eine verzwickte Lage: Auf dem Balkan wird der Zug durch Schneeverwehungen aufgehalten. Gleichzeitig findet ein brutaler Mord statt. Das Opfer ist der Amerikaner Mr. Ratchett (Johnny Depp). Abgeschnitten von der Außenwelt muss sich der Mörder noch unter den Mitreisenden des Luxus-Zuges befinden. Doch jeder von ihnen erzählt eine andere Geschichte.

Mord im Orient Express gehört zu den absoluten Kult-Krimis von Agatha Christie. Dass es inzwischen durchaus einige geliebte Vorlagen gibt, ist allerdings auch dem Regisseur und Hauptdarsteller der Neuauflage, Kenneth Branagh, bewusst. Seine Version setzt deshalb auf einen wundervollen 20er-Jahre-Look, der durch moderne CGI-Effekte kontrastiert wird. Dank der knackigen Kontraste und der rasanten Inszenierung dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass es Branagh gelungen ist, den Mord im Orient Express in die Gegenwart zu transportieren. (Kino.de)

 

16. 4.

Atomic Blonde

 

 

 

Atomic Blonde

Deutschland/USA 2017

Regie: David Leitch

Darst.: Charlize Theron, James McAvoy, Sofia Boutella, Eddie Marsan, John Goodman, Toby Jones, Bill Skarsgård

Länge: 115 Min.

Es ist ein Mix aus Kill Bill, der Fernsehserie Alias – Die Agentin, und ein bisschen Die Bourne-Identität steckt auch noch drin:

Im Actionthriller Atomic Blonde geht die britische Agentin Lorraine Broughton (Charlize Theron) im Berlin des Mauerfalljahres 1989 auf die Suche nach einer verschwundenen Liste, die für zahlreiche MI6-Spione den sicheren Tod bedeuten könnte, falls sie in die falschen Hände gerät.

Die vom Ex-Stuntman David Leitch inszenierten Actionszenen sind hart und extrem physisch. Charlize Theron glänzt in einer Rolle, die vor 20 Jahren „Piratenbraut“ Geena Davis übernommen hätte, in einer Nebenrolle gibt John Goodman einen undurchsichtigen CIA-Schnüffler. Genrefans sollten sich Atomic Blonde nicht entgehen lassen. (Cinema)

 

17. 4.

Victoria & Abdul

 

 

 

Victoria and Abdul

Großbritannien/USA 2017

Regie: Stephen Frears

Darst.: Judi Dench, Ali Fazal, Michael Gambon, Eddie Izzard, Olivia Williams, Adeel Akhtar, Tim Pigott-Smith

Länge: 112 Min.

Königin Victoria (Judi Dench) lässt Ende des 19. Jahrhunderts dem Inder Abdul Karim (Ali Fazal) die Ehre zuteilwerden, in ihrem Haushalt zu dienen. Eine enge Freundschaft entwickelt sich daraufhin zwischen den beiden ungleichen Menschen, was im Königshaus allerdings für Spannungen sorgt, weil viele andere Angestellte sich Karim überlegen fühlen, die Queen aber trotzdem darauf besteht, ihren indischen Sekretär als Vertrauten überallhin mitzunehmen.

Victoria & Abdul basiert auf wahren Begebenheiten: Mohammed Abdul Karim wurde 1863 im indischen Jhansi geboren. 1887 erhielt er die Anstellung als Diener im königlichen Haushalt, wofür er als einer von nur zwei Indern ausgewählt wurde. Queen Victoria lernte Abdul Karim sehr zu schätzen und es entwickelte sich eine innige platonische Freundschaft zwischen den beiden. Von der Herrscherin erhielt der Inder daraufhin den Titel „Munshi“, was so viel wie „Lehrer“ oder „Angestellter“ bedeutet, und sie ernannte ihn zu ihrem indischen Sekretär, der sie auf vielen Reisen begleitete. Nach Victorias Tod 1901 kehrte Karim nach Indien zurück und lebte bis zu seinem eigenen Tod mit 46 im Jahr 1909 auf dem Land, das die Königin ihm dort vermacht hatte. Victorias Nachfolger Edward VII. ließ die Korrespondenz zwischen der Queen und ihrem Sekretär zu seinem Amtsantritt vernichten. (Moviepilot)

 

23. 4.

Meine Cousine Rachel

 

 

 

My Cousin Rachel

USA/Großbritannien 2017

Regie: Roger Michell

Darst.: Rachel Weisz, Sam Claflin, Holliday Grainger, Iain Glen, Andrew Knott, Poppy Lee Friar

Länge: 106 Min.

Philip Ashley (Sam Claflin) hat einen schlimmen Verdacht: In Briefen hat sein Cousin Ambrose, der das Waisenkind Philip wie den eigenen Sohn aufgezogen hat, angedeutet, seine neue Frau Rachel (Rachel Weisz) habe ihn langsam ermordet. Als die geheimnisvolle und attraktive Rachel schließlich nach England kommt, beschließt Philip, das Anwesen seines Ziehvaters aufzusuchen, um ihn zu rächen. Doch die charmante Rachel wickelt Philip sofort um den Finger.

Charakterdarstellerin Rachel Weisz (Verleugnung, Ewige Jugend) mutiert in Meine Cousine Rachel zur gerissenen Verführerin, die ihr Geheimnis bis zum Schluss bewahrt. Mit der Unsicherheit ihres Gegenübers, dem naiven Gentlemen Philip, verliert auch das Publikum den Überblick darüber, ob sie wirklich schuldig ist oder nicht. Kann Philip seiner Cousine trauen? Mit Meine Cousine Rachel inszeniert Notting Hill-Regisseur Roger Michell eine düstere Amour fou, eine Liebesgeschichte, die beide Partner an den Rand der Verzweiflung bringt. (Kino.de)

 

24. 4.

Das System Milch

 

 

 

Deutschland/Italien 2016

Regie: Andreas Pichler

Länge: 95 Min.

Milch ist Big Business. Hinter dem unschuldig anmutenden Lebensmittel verbirgt sich ein milliardenschweres Industriegeflecht. Dabei ginge es auch anders...

Fast auf jeder Milchpackung sehen wir das Bild glücklicher Kühe, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Milch ist ein gefragter Rohstoff, mit dem knallhart gehandelt wird. Dieser Dokumentarfilm über die Welt der Milch wirft einen Blick hinter die Kulissen. Wir treffen Landwirte, Industrielle, Wissenschaftler und andere Experten, um die Frage zu beantworten, welche weitreichenden Folgen das große Geschäft mit der Milch hat - auf die Tiere, die Umwelt und auf uns Menschen selbst. Das System Milch ist eine cineastische Reise über mehrere Kontinente, die mit Vorurteilen aufräumt und Lösungen aufzeigt. (Verleihinfo)

 

7. 5.

mother!

 

 

 

mother!

USA 2017

Regie: Darren Aronofsky

Darst.: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris, Michelle Pfeiffer, Domhnall Gleeson, Brian Gleeson, Kristen Wiig

Länge: 115 Min.

Die junge namenlose Heldin (Jennifer Lawrence) will eigentlich nur ihr abgelegenes Haus zu einem „Paradies“ machen, für sich und ihren Mann (Javier Bardem), den Dichter mit Schreibblockade. Doch dann steht plötzlich ein mysteriöser Mann (Ed Harris) vor der Tür, ein Fan ihres Gatten. Dann macht sich noch die ordinäre Gattin (Michelle Pfeiffer) des Fans breit. Und damit nicht genug: immer mehr fremde Leute drängen in die heile Welt unserer Protagonistin, die auch noch unter Visionen leidet und unerklärliche Blutflecken im Haus findet.

Ein Stoff, der als Ehedrama, Spukhaushorror oder auch als Komödie funktionieren würde. Und Aronofsky macht dann auch alles drei. Der erste Teil des Triptychons ist ein Ehedrama, auf dem von Anfang an die Aura des Mysteriösen und Bedrohlichen lastet. Dann verwandelt sich mother! in eine böse Komödie, eine surreal angehauchte Promi-Satire im Stil eines Luis Buñuel. Am Schluss mündet es in ein Finale Furioso, das jeder Beschreibung spottet. Arronofsky schrieb das Drehbuch zu seinem „surrealen Kammerspiel“ innerhalb von fünf Tagen, wie in einem Fiebertraum. Durch mother! spuken viele zeittypische Ängste, wie die vor dem Verlust der Privatsphäre. Daneben ist der Film noch eine Art Selbstporträt des rücksichtslosen, Frauen ausbeutenden Künstlers, eine Umschreibung der Schöpfungsgeschichte und und und. (Cinema)

 

8. 5.

Weggeworfen – Trashed

 

 

 

Trashed

USA 2012

Regie: Candida Brady

Länge: 98 Min.

In der Dokumentation Weggeworfen - Trashed macht sich Oscar-Preisträger Jeremy Irons auf, das Ausmaß und die Auswirkungen des globalen Müllproblems zu erforschen.

Er begibt sich auf eine Reise um die Welt, zu wunderschönen Orten, die besonders unter den Bergen an Abfall und der Umweltverschmutzung leiden, um den Auswirkungen unseres Umgangs mit Müll nachzuspüren. Die Verseuchung der Umwelt durch Müllhalden und Müllverbrennung wird dabei ebenso aufgezeigt wie die Konsequenzen des Plastikmülls für die Nahrungskette in den Ozeanen. Neben den bedrückenden Beispielen, die die Globalität des Müllproblems illustrieren, findet Irons aber auch vielversprechende Ansätze für eine Lösung, etwa in San Francisco.

Es ist eine mutige Reise von Skepsis und Sorge, über Schrecken und Unglaube bis hin zu einem Funken Hoffnung: „Wenn Du glaubst, Müll ist das Problem eines Anderen, denke lieber noch einmal nach.“ (Verleihinfo)

 

14. 5.

La belle saison

Eine Sommerliebe

 

 

 

La belle saison

Belgien/Frankreich 2015

Regie: Catherine Corsini

Darst.: Izïa Higelin, Cécile de France, Noémie Lvovsky, Jean-Henri Compère, Loulou Hanssen, Kévin Azaïs

Länge: 105 Min.

Eine Liebe, die unvernünftig ist, weil sie keine Aussicht auf Bestand hat – davon hat Catherine Corsini schon vor sechs Jahren in Die Affäre erzählt. Von einer stürmischen Amour fou handelt auch ihr neuer Film La belle saison.

Die 23-jährige Delphine (Izïa Higelin) verlässt den Bauernhof ihrer Eltern, um in Paris ein neues, freieres Leben zu beginnen. Hier trifft sie im Frühjahr 1971 auf die extrovertierte Carole (Cécile de France) – der Beginn einer leidenschaftlichen Beziehung, die in Gefahr gerät, als Delphine nach einem Schlaganfall ihres Vaters aufs Land zurückkehrt.

Die Hingabe und die Sinnlichkeit, die Corsinis Film und die unerschrockenen Hauptdarstellerinnen ausstrahlen, machen La belle saison zu einem betörenden Ereignis. So viel Leidenschaft sieht man selbst im französischen Kino nur selten. (Cinema)

 

15. 5.

Die Mitte der Welt

 

 

 

Deutschland 2016

Regie: Jakob M. Erwa

Darst.: Louis Hofmann, Jannik Schürmann, Svenja Jung, Sabine Timoteo, Ada Philine Stappenbeck

Länge: 115 Min.

Mit ihrem wechselhaften Gemüt hält es Glass (Sabine Timoteo) mit Männern meistens nicht lange aus. Auch für die Zwillinge Phil (Louis Hofmann) und Dianne (Ada Philine Stappenbeck) sind die Launen der Mutter eine ständige Herausforderung. In der Gegend gilt die Familie, die in einer verwunschen anmutenden Villa am Ortsrand lebt, als sonderbar. Viele Kontakte haben die drei nicht. Der schwule Phil fühlt sich sowieso nur von seiner besten Freundin Kat (Svenja Jung) verstanden. Das ändert sich jedoch, als nach den Ferien Nicholas (Jannik Schümann) zur Klasse stößt, in den sich Phil augenblicklich verliebt.

Basierend auf dem gleichnamigen Jugendroman von Rico und Oskar-Autor Andreas Steinhöfel erzählt Regisseur Jakob M. Erwa einfühlsam und in ästhetischen Bildern von den Problemen beim Erwachsenwerden. So unspektakulär die Geschichte daherkommt, so unaufgeregt erzählt sie der Film, der glücklicherweise ohne die üblichen Gesichter auskommt. Stattdessen präsentiert sich Die Mitte der Welt mit unverbrauchten, vielversprechenden Darstellern – was eine reine Freude ist. (Cinema)

 

28. 5.

Die Erfindung der Wahrheit

 

 

 

Miss Sloane

Frankreich/USA 2016

Regie: John Madden

Darst.: Jessica Chastain, Mark Strong, Gugu Mbatha-Raw, Michael Stuhlbarg, John Lithgow, Alison Pill, Jake Lacy

Länge: 132 Min.

Miss Sloane (Jessica Chastain) heißt mit vollem Namen Elizabeth Sloane und arbeitet als politischer Fixer in Washington. Als ein neues Gesetz zur stärkeren Kontrolle und Durchleuchtung der persönlichen Hintergründe von Waffenbesitzern vor den Kongress gebracht werden soll, wird Miss Sloane angeheuert, um als Lobbyistin die Kampagne für eine Verabschiedung des Gesetzes zu leiten.

Elizabeth' Opponenten in der Waffenlobby sind allerdings mächtige Gegner, die ihre Freiheiten durch eine stärkere Kontrolle des Waffenbesitzes nicht eingeschränkt sehen wollen. Dennoch lässt sich Miss Sloane durch nichts davon abbringen, jedes noch so notwendige Mittel gegen ihre Feinde aufzufahren, denn in ihrer Vergangenheit hat sie selbst Erfahrungen damit gemacht, was zu schwache Waffenkontrolle für Konsequenzen haben kann. Also kämpft sie mit dem alleinigen Ziel, zu gewinnen - auch wenn sie dadurch ihre Karriere und die Menschen, die ihr nahe stehen, gefährdet. (Moviepilot)

 

29. 5.

Fack ju Göthe 3

 

 

 

Deutschland 2017

Regie: Bora Dagtekin

Darst.: Elyas M'Barek, Jella Haase, Katja Riemann, Sandra Hüller, Max von der Groeben, Uschi Glas, Gizem Emre, Aram Arami

Länge: 120 Min.

„So viele Buchstaben… und Wörter!“ Chantal (Jella Haase) und Danger (Max von der Groeben) haben ein fettes Problem: Sie müssen lernen. Eigentlich hatte Lehrer Zeki Müller (Elyas M’Barek) seinen Monsterschülern versprochen, sie irgendwie durchs Abi zu mogeln. Weil der Schulleiterin Gudrun Gerster (Katja Riemann) jetzt aber das Bildungsministerium im Nacken sitzt, müssen seine Schützlinge einen Leistungstest ablegen – und versagen prompt. Plötzlich rücken das Abi und irgendwie auch die ganze berufliche Zukunft in weite Ferne.

Die Motivation ist im Keller – bei den Schülern ebenso wie beim Klassenlehrer. Es wird Zeit, neue Saiten aufzuziehen. Weil Chantal und Danger lieber schwänzen, statt zu pauken, verpasst ihnen Zeki glatt einen Hundechip, um die Schüler mit dem Handy zu orten. Problematisch ist das vor allem, weil in der Schule neuerdings die Anti-Mobbing-Beauftragte Biggi Enzberger (Sandra Hüller) nach dem Rechten sieht. Und die ist mit Zekis unkonventionellen Methoden überhaupt nicht einverstanden. Doch die Zeit eilt – falls die Goethe-Gesamtschule ihre Probleme nicht innerhalb von vier Wochen löst, wird die Schule geschlossen, und Zeki verliert seinen Job. (Kino.de)

 

4. 6.

Barry Seal

Only in America

 

 

 

American Made

USA 2017

Regie: Doug Liman

Darst.: Tom Cruise, Domhnall Gleeson, Sarah Wright, Caleb Landry Jones, Jesse Plemons, Jayma Mays, Lola Kirke

Länge: 114 Min.

Er arbeitet für den CIA, die Anti-Drogenbehörde und für Pablo Escobar – der Pilot Barry Seal (Tom Cruise) ist ein umtriebiger Draufgänger, dem mehr am schnellen Geld als an seiner eigenen Sicherheit liegt. Immerhin sind kolumbianische Drogenbarone nicht gerade für ihre Mildtätigkeit gegenüber Spitzeln bekannt. Als der Fluglinien-Pilot Barry Seal Ende der 70er Jahre von Drogenschmugglern angeheuert wird, wittert der seine große Chance. Doch das Geschäft fliegt auf und der CIA macht Seal ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.

Obwohl die Geschichte des Schmugglers und CIA-Agenten Barry Seal zu verrückt klingt, um wahr zu sein, ist sie tatsächlich passiert. Seal, der als Pilot für die amerikanische Fluggesellschaft TWA arbeitete, war Ende der 70er Jahre der erfolgreichste Drogenkurier der Welt. Insgesamt soll er Drogen im Wert von drei bis fünf Milliarden Dollar in die USA geschmuggelt haben. Durch seine umfangreiche Tätigkeit gerät er jedoch bald ins Visier des amerikanischen Geheimdienstes. Im Jahr 1984 wird Seal Kronzeuge im Prozess gegen das Medellín-Kartell, zwei Jahre später wird er in der Stadt Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana von sieben Auftragskillern auf offener Straße erschossen. (Kino.de)

 

5. 6.

Wilde Maus

 

 

 

Deutschland/Österreich 2017

Regie: Josef Hader

Darst.: Josef Hader, Nora von Waldstätten, Georg Friedrich, Jörg Hartmann, Pia Hierzegger, Denis Moschitto

Länge: 103 Min.

Georg (Josef Hader) ist 50 und arbeitet als Musikkritiker in Wien. Als er unvermittelt seinen Job verliert, weil sein Boss (Jörg Hartmann) sparen will, verheimlicht er das vor seiner Ehefrau Johanna (Pia Hierzegger) und übt stattdessen des Nachts Rache an seinem einstigen Chef. Von anfänglicher Sachbeschädigung wächst sich sein privater Terror mit der Zeit zu immer größeren Attacken aus.

In der freien Zeit, die der arbeitslose Georg nun tagsüber hat, zimmert er mit seinem alten Schulfreund Erich (Georg Friedrich) und mit dessen Freundin aus Rumänien derweil an einer alten Achterbahn, die er wieder fahrtauglich machen will. Erich hat in der Vergangenheit mit seinem Job ähnliche Ungerechtigkeiten hinnehmen müssen wie Georg und so finden die zwei Männer in dem jeweils anderen einen Verbündeten darin, ihre bürgerlichen Existenzen unaufhaltsam hinter sich zu lassen.

Mit Wilde Maus gab der österreichische Schauspieler und Kabarettist Josef Hader (Der Knochenmann) sein Regiedebüt und spielte auch gleich nach eigenem Drehbuch die Hauptrolle. (Moviepilot)

 

11. 6.

Baby Driver

 

 

 

Baby Driver

USA/Großbritannien 2017

Regie: Edgar Wright

Darst.: Ansel Elgort, Lily James, Kevin Spacey, Jon Hamm, Jon Bernthal, Jamie Foxx, Eiza González

Länge: 113 Min.

Heute noch Banken auszurauben erscheint anachronistisch. Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 betrug die Beute in den USA im Schnitt gerade mal 4330 Dollar. Die Summe reduziert sich natürlich, je mehr Menschen an dem Überfall beteiligt sind. Von üppig kann bei diesem Einkommen keine Rede sein, vor allem wenn man bedenkt, dass die Betriebskosten wie Waffen, Masken oder Fluchtfahrzeuge noch abgezogen werden müssen. Hinzu kommt, dass etwa ein Drittel der Raubzüge schiefgeht und die Polizei 20 Prozent der Fälle aufklärt. Ökonomisch betrachtet ein Minusgeschäft.

Für Regisseur Edgar Wright kein Grund, seinen Bankraubthriller Baby Driver nicht zu drehen. Tatsächlich verschwendet der dabei keinen Gedanken an die Wirtschaftlichkeit eines solchen Unternehmens. Wright lässt Autos haufenweise schrotten und Munition tonnenweise verballern. Das macht keinen Sinn, aber Spaß. Mittendrin im Chaos: Fluchtwagenfahrer Baby (Ansel Elgort), der viel lieber mit der Kellnerin Debora (Lily James) durchbrennen würde. Die Story klingt jetzt nicht neu, besitzt aber Unterhaltungswert. Hier zahlt es sich aus, dass Regisseur Wright bei der Besetzung nicht knausrig sein musste und die wichtigsten Rollen mit Topleuten besetzen konnte. Zudem funktioniert sein Konzept der rhythmischen Kinogymnastik, denn der Soundtrack lädt den Zuschauer tatsächlich zum Mitwippen ein. (Cinema)

 

12. 6.

Tomorrow's Power

 

 

 

Tomorrow's Power

Kanada/Kolumbien/
Deutschland/Palästina 2017

Regie: Amy Miller

Länge: 76 Min.

Tomorrow's Power ist eine abendfüllende Dokumentation, die drei Gemeinden auf der ganzen Welt und ihre Reaktionen auf wirtschaftliche und ökologische Notfälle zeigt.

In der vom Krieg zerstörten, ölreichen Provinz Arauca in Kolumbien haben Gemeinschaften einen Friedensprozess von Grund auf aufgebaut. In Deutschland drängen Aktivisten das Land, sich vollständig von der Gewinnung fossiler Brennstoffe zu trennen und den Übergang zu erneuerbaren Energien zu vollenden. In Gaza nutzen Heilpraktiker Sonnenenergie, um die lebensbedrohlichen Energieausfälle in Krankenhäusern zu bekämpfen. (Verleihinfo)

 

18. 6.

Happy End

 

 

 

Happy End

Frankreich/Österreich/Deutschland 2017

Regie: Michael Haneke

Darst.: Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant, Matthieu Kassovitz, Toby Jones, Franz Rogowski, Fantine Harduin

Länge: 107 Min.

Der Dekadenz und dem „Um-sich-selbst-drehen“ der bourgeoisen Gesellschaft wird in Happy End ein gnadenloser Spiegel vorgehalten, der Titel des Films in grotesk-komischen Szenarien ad absurdum geführt. Der Film ist das Porträt einer Familie: Die Laurents betreiben seit Generationen ein florierendes Bauunternehmen. Doch das Fundament bröckelt. Den alternden Patriarch Georges (Jean-Louis Trintignant) hat der Lebensmut verlassen. Seine Tochter, die resolute Anne (Isabelle Huppert), hat stattdessen das Familienunternehmen übernommen. Keine leichte Aufgabe. Denn die Firma steht seit einem Baustellen-Unglück in der Kritik. Annes Sohn Pierre (Franz Rogowski) soll das Unternehmen übernehmen, doch der sieht dort nicht seine Zukunft.

Thomas, Annes Bruder und erfolgreicher Arzt, wiederum hat gerade seine 12jährige Tochter Eve (Fantine Harduin) bei sich und seiner neuen Frau Anaïs (Laura Verlinden) aufgenommen, die bislang bei seiner ersten Frau lebte. Thomas führt ein Doppelleben, dem Eve bald auf die Schliche kommt. Die Familie beschwört nach außen hin Geschlossenheit, doch die Spannungen innerhalb sind kaum noch zu überspielen.

Wenn Michael Haneke einen Film unter dem Titel Happy End veröffentlicht, ist eigentlich klar, dass es auf ein Ende mit Tränen hinausläuft. Das starbesetzte Ensembledrama zeichnet das Porträt einer Familie, deren Villa zum Mehrgenerationenhaus wird. Umgeben vom Reichtum vergangener Zeiten brechen hier aktuelle Konflikte hervor. (Kino.de)

 

19. 6.

Die dunkelste Stunde

 

 

 

Darkest Hour

Großbritannien 2017

Regie: Joe Wright

Darst.: Gary Oldman, Lily James, Kristin Scott Thomas, Ben Mendelsohn, Stephen Dillane, Ronald Pickup, Hannah Steele

Länge: 126 Min.

Am 10. Mail 1940 findet im Zweiten Weltkrieg, als Hitlers Armee über Westeuropa hinwegrollt und auch eine Invasion des Vereinigten Königreichs unausweichlich scheint, ein Umbruch in Großbritanniens Führungsriege statt: Neville Chamberlain (Ronald Pickup) dankt ab und Winston Churchill (Gary Oldman) wird neuer Premierminister.

Nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt wird der neue Mann an der Spitze Englands allerdings schon vor eine schwerwiegende Entscheidung gestellt: Soll er ein Friedensabkommen mit Nazi-Deutschland in Erwägung ziehen oder fest und kämpferisch für die Ideale von Freiheit und Unabhängigkeit, die seine Nation vertritt, einstehen? Während König George VI. (Ben Mendelsohn) sich skeptisch zeigt, Churchills eigene Partei gegen ihn intrigiert und nur seine Frau Clementine (Kristin Scott Thomas) ihm zur Seite steht, liegt die Entscheidung über das weitere Verhalten seines Landes bei ihm.

Die dunkelste Stunde basiert auf wahren Begebenheiten. Winston Churchills Reden nach seiner Amtsübernahme im Mai 1940 wurden damals immer wieder übers Radio gesendet, wurden berühmt und halfen, den britischen Widerstand aufrecht zu erhalten - vor allem in der Zeit bis 1941, in der sich Großbritannien fast allein Hitlers Übermacht entgegenstellte. (Moviepilot)

 

25. 6.

Aus dem Nichts

 

 

 

Deutschland/Frankreich 2017

Regie: Fatih Akin

Darst.: Diane Kruger, Denis Moschitto, Numan Açar, Rafael Santana, Johannes Krisch, Hanna Hilsdorf, Ulrich Brandhoff

Länge: 106 Min.

Am Nachmittag hat Katja (Diane Kruger) den sechsjährigen Sohn Rocco (Rafael Santana) in das Büro ihres Mannes gebracht. Als sie am Abend zurückkehrt, sind beide tot. Eine Nagelbombe, die vor dem Büro deponiert wurde, hat alles zerfetzt. Weil ihr Mann, der türkischstämmige Nuri Sekerci (Numan Açar) wegen Drogenbesitz im Gefängnis saß, ermittelt die Polizei im Rotlichtmilieu. Dass die Spuren in eine ganz andere Richtung weisen, sehen die Ermittler nicht. Dann gehen ihnen zufällig die wahren Mörder ins Netz.

Vor dem Hintergrund der NSU-Morde erzählt Fatih Akin (Tschick) einen meisterhaften Rachethriller, der auf ein provozierendes Ende hinausläuft. Die Parallelen zu der Mordserie von Uwe Mundlos, Uwe Bönhardt und Beate Zschäpe sowie zum anschließenden NSU-Prozess liegen auf der Hand.

Für die Recherche zum Film hat Fatih Akin mehrere Gerichtsverhandlungen im NSU-Prozess beobachtet. Zur Premiere in Cannes erklärte Akin: „Der Skandal bestand nicht darin, dass deutsche Neonazis zehn Menschen getötet hatten. Der eigentliche Skandal bestand darin, dass die deutsche Polizei, Gesellschaft und die Medien alle überzeugt waren, dass die Täter Türken oder Kurden sein müssten, dass da irgendeine Mafia hintersteckte.“ Diese Frustration sei für ihn wie eine Initialzündung gewesen, das Drehbuch zu Aus dem Nichts zu schreiben. (Kino.de)

 

26. 6.

Dunkirk

 

 

 

Dunkirk

USA/Großbritannien/Frankreich 2017

Regie: Christopher Nolan

Darst.: Fionn Whitehead, Tom Hardy, Mark Rylance, Kenneth Branagh, Cillian Murphy, Harry Styles

Länge: 106 Min.

Mai 1940: Die deutschen Truppen haben 400.000 britische und französische Soldaten an der Küste von Dünkirchen eingekesselt. Während die Wehrmacht von allen Seiten attackiert, scheint die Situation der Belagerten hoffnungslos.

In England, das gar nicht weit entfernt liegt, wird derweil fieberhaft an der Rettungsaktion „Operation Dynamo“ gearbeitet. Zivilisten wie der patriotische Mr. Dawson (Mark Rylance) segeln mit Privatbooten nach Dünkirchen, um möglichst viele Soldaten zu retten, während Spitfire-Piloten wie der mutige Farrier (Tom Hardy) sich erbitterte Kämpfe mit den feindlichen Bombern liefern.

Dunkirk ist ein Film der permanenten Bewegung, ruhelos, angespannt, wie ein permanenter Energiestoß. Auf drei Erzählstränge verteilt, zeigt er die Hölle des Krieges in seiner reinsten Form, ohne die Gewaltszenen so blutig eskalieren zu lassen wie in den ersten 20 Minuten von Der Soldat James Ryan. Wie oft bei Inception-Regisseur Christopher Nolan mangelt es dem Film an Emotionalität, doch das gleicht er durch die unmittelbare Wucht der Inszenierung aus. Dunkirk versetzt den Zuschauer ohne jedes Pathos direkt ins Kampfgeschehen und macht die Hölle des Krieges erfahrbar. (Cinema)

 

2. 7.

Wonder Wheel

 

 

 

Wonder Wheel

USA 2017

Regie: Woody Allen

Darst.: Kate Winslet, Justin Timberlake, James Belushi, Juno Temple, Max Casella, Jack Gore, David Krumholtz

Länge: 101 Min.

In Wonder Wheel kehrt Woody Allen an jenen Ort zurück, der ihn zeitlebens fasziniert hat: den Vergnügungspark von Coney Island im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Kate Winslet spielt die emotional angeschlagene Kellnerin Ginny, die mit dem aufbrausenden Karussellbesitzer Humpty (James Belushi) verheiratet ist. Als dessen Tochter Carolina (Juno Temple) auf der Flucht vor ihrem Ehemann in Coney Island auftaucht, gerät das fragile Familiengefüge aus den Fugen. Ginny ist heimlich in den attraktiven Rettungsschwimmer Mickey (Justin Timberlake) verliebt. Als der zum ersten Mal mit Carolina ausgeht, verliert die eifersüchtige Ehefrau die Beherrschung.

Die farbenprächtigen, kunstvoll ausgeleuchteten Bilder des Oscar-prämierten Kameramanns Vittorio Storaro (Apocalypse Now) erwecken die 50er-Jahre auf glanzvolle Weise zum Leben. Doch Wonder Wheel ist nicht nur ein visueller Genuss, sondern auch glänzendes Schauspielerkino. Neben Kate Winslet, Juno Temple und Justin Timberlake, dessen Mickey auch als Off-Erzähler fungiert, feiert James Belushi ein furioses Leinwandcomeback. (Cinema)

 

3. 7.

Tote tragen keine Karos

 

 

 

Dead Men Don't Wear Plaid

USA 1982

Regie: Carl Reiner

Darst.: Steve Martin, Rachel Ward, Reni Santoni, Carl Reiner, George Gaynes, Frank McCarthy

Länge: 88 Min.

Juliet Forrest (Rachel Ward) ist davon überzeugt, dass der Tod ihres Vaters - eines berühmten Wissenschaftlers, Erfinders und Käseherstellers - kein gewöhnlicher Autounfall auf einer gefährlichen Gebirgsstraße war. So beauftragt sie den Privatdetektiv Rigby Reardon (Steve Martin) damit, für sie herauszufinden, ob er das Opfer eines Mordkomplotts wurde. Reardon stößt bei seinen Nachforschungen auf eine ominöse Liste mit den „Freunden und Feinden Carlottas“. Um sich ein Bild zu machen, beginnt er, die Personen der Liste aufzusuchen. Dabei stößt Reardon auf eine wahre Schlangengrube von Spielern, Ganoven, Gangsterbräuten und anderen dubiosen Charakteren, die weit mehr zu verbergen als zu erzählen haben.

Carl Reiner ist mit Tote tragen keine Karos eine ebenso witzige wie hintergründige Parodie und eine Hommage an den Film Noir gelungen. Sein Trick: In die Handlung sind Szenen aus Film Noir-Klassikern montiert. Steve Martin als Rigby Reardon begegnet Burt Lancaster in Die Killer (USA 1946), Ray Milland in Das verlorene Wochenende (USA 1945), Alan Ladd in Die Narbenhand (USA 1942), Lana Turner in Im Netz der Leidenschaften (USA 1946), Veronica Lake in Der gläserne Schlüssel (USA 1942) und so weiter. Reardons Assistent ist selbstredend niemand sonst als Philip Marlowe aka Humphrey Bogart. (der Film Noir)

 

 

 
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