Spieltermine:

Montag und Dienstag
20 Uhr

Hörsaal 10, EW (Gebäude 15)
Seminarstraße 20
49074 Osnabrück

 

Programm Sommersemester 2017

3. 4.

Maggies Plan

 

 

 

Maggie's Plan

USA 2015

Regie: Rebecca Miller

Darst.: Greta Gerwig, Ethan Hawke, Julianne Moore, Bill Hader, Travis Fimmel, Maya Rudolph

Länge: 99 Min.

Maggie (Greta Gerwig) ist bereit fürs Muttersein, doch leider gibt es niemanden, den sie auf Dauer lieben kann. Bis der Unidozent John (Ethan Hawke) plötzlich vor ihrer Tür steht. Der Familienvater, der mit der egozentrischen Dänin Georgette (Julianne Moore) verheiratet ist, will mit ihr ein neues Leben anfangen. Drei Jahre später steckt ihre Beziehung in der Krise, doch zum Glück hat Maggie einen Plan …

Die Leichtigkeit, mit der Rebecca Miller (Pippa Lee) ihre Geschichte erzählt, weckt Erinnerungen an Woody Allens New-York-Komödien. Maggies Plan steckt voller Sprachwitz und Situationskomik. Dabei wirkt Rebecca Millers Stadtneurotikerin wesentlich authentischer als die von Woody Allen erdachten Kunstfiguren. Bei Greta Gerwig (Frances Ha) hat man nie das Gefühl, dass sie einfach nur spielt, was ihren Rollen eine faszinierende Lebensnähe verleiht. (Cinema)

 

4. 4.

Don't Breathe

 

 

 

Don't Breathe

USA 2016

Regie: Fede Alvarez

Darst.: Stephen Lang, Jane Levy, Dylan Minnette, Daniel Zovatto, Emma Bercovici, Franciska Töröcsik

Länge: 89 Min.

Das blutige Schlachtfest, das Regiedebütant Fede Alvarez in seinem düsteren Evil Dead-Remake veranstaltet hat, begeisterte selbst hartgesottene Genrefans. Ganz so heftig geht es in seinem neuen Film nicht zu. Klassische Horrorelemente sind zwar auch in Don’t Breathe nicht zu übersehen, doch zuallererst ist Alvarez’ zweite Regiearbeit ein mit grausamer Konsequenz inszenierter Survivalthriller.

Rocky (Jane Levy) lebt mit ihren verwahrlosten Eltern in einem ziemlich üblen Viertel von Detroit. Weil sie ihrer kleinen Schwester ein besseres Leben in Kalifornien versprochen hat, lässt sie sich von ihren kriminellen Freunden Alex (Dylan Minette) und Money (Daniel Zovatto) zu einem scheinbar perfekten Diebstahl überreden. Zu dritt wollen sie in einer verwaisten Gegend der Stadt in das Haus eines blinden Golfkriegsveteranen (Stephan Lang) eindringen. Dessen Tochter ist vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Das Schmerzensgeld, das er als Entschädigung erhalten hat, soll sich irgendwo in dem Haus befinden. Nachdem sie den Rottweiler des Blinden mit einem präparierten Köder betäubt und beim Eindringen in das Haus jede Menge Krach gemacht haben, ziehen sie drinnen als erstes ihre Schuhe aus. Ein fataler Fehler – der ehemalige Soldat hört zwar nicht mehr besonders gut, doch sein Geruchssinn funktioniert einwandfrei. Und so dauert es nicht lang, bis die Eindringlinge in der Falle sitzen und um ihr Leben fürchten müssen. (Cinema)

 

10. 4.

Frantz

 

 

 

Frantz

Frankreich/Deutschland 2016

Regie: François Ozon

Darst.: Pierre Niney, Paula Beer, Ernst Stötzner, Marie Gruber, Johann von Bülow, Anton von Lucke

Länge: 114 Min.

Deutschland 1919: Der erste Weltkrieg ist seit kurzem beendet, doch die deutsche Trauer sitzt in jedem Einzelnen noch tief. Die junge Anna (Paula Beer) verlor in den Schützengräben von Frankreich ihren Verlobten Frantz (Anton von Lucke) und legt nun täglich einen Strauß Blumen auf sein Grab nieder. Eines Tages bemerkt sie dort einen weiteren Trauernden, den Franzosen Adrien (Pierre Niney). Da auch er Blumen auf Frantz’ Ruhestätte niederlegt, versucht Anna herauszufinden, wie sich Adrien und Frantz in Frankreich kennenlernten. Doch Adrien gibt sich geheimnisvoll und spricht lediglich von der tiefen Trauer, die ihm Frantz’ Tod beschert. Anna sieht in Adrien eine Verbindung zu Frantz’ letzten Stunden auf Erden und sucht seinen Kontakt, dem sich dieser im Gegenzug nicht entziehen kann. Doch die Gemeinschaft reagiert auf das Auftauchen des Franzosen befremdlich. Deutschland hat den großen Krieg gegen Frankreich verloren. Welche Motive führten ihn nun nach Deutschland? (Kino.de)

 

11. 4.

The Accountant

 

 

 

The Accountant

USA 2016

Regie: Gavin O'Connor

Darst.: Ben Affleck, Anna Kendrick, J. K. Simmons, Jon Bernthal, John Lithgow, Jeffrey Tambor

Länge: 128 Min.

Christian Wolff (Ben Affleck) hat sein Asperger-Syndrom so weit in den Griff bekommen, dass er sich eine eigene Firma als Buchhalter aufbauen konnte. Mit seiner überragenden mathematischen Begabung erkennt er jeden noch so kleinen Rechenfehler wie jeden Versuch der Steuerhinterziehung. Inzwischen hat er sich mit seinem Ein-Mann-Unternehmen auch in der Unterwelt einen so guten Ruf aufgebaut, dass gerade kriminelle Kunden ihn immer wieder aufsuchen, um ihre dreckigen Geschäfte von ihm verschleiern zu lassen.

Weil der Steuerfahnder Ray King (J. K. Simmons) misstrauisch wird und ihn ins Visier nimmt, lässt sich Chris ausnahmsweise auf einen legalen Auftrag ein: Die Buchhalterin Dana (Anna Kendrick), die für die renommierte Robotik-Firma von Lamar Black (John Lithgow) arbeitet, hat Irregularitäten entdeckt und Chris soll das nun prüfen. Seltsamerweise kommen im Laufe der Untersuchung immer mehr Menschen aus dem Umfeld des Buchhalters zu Tode... (Moviepilot)

 

24. 4.

Girl on the Train

 

 

 

The Girl on the Train

USA 2016

Regie: Tate Taylor

Darst.: Emily Blunt, Haley Bennett, Rebecca Ferguson, Justin Theroux, Luke Evans, Édgar Ramírez

Länge: 113 Min.

Tagtäglich fährt Rachel (Emily Blunt) mit dem Zug zu ihrer Arbeit nach London und starrt als Zeitvertreib aus dem Fenster. Am Wegesrand sieht sie ein Landhaus, in dem ein junges Paar lebt. In ihrer Fantasie malt sie sich aus, was für ein glückliches Leben die beiden wohl haben könnten – anders als dies für Rachel der Fall ist. Sie ist frisch geschieden, nachdem ihr Ex-Mann sie für eine Jüngere hat sitzen lassen. Doch die Wahrheit über das Paar hält so manche Überraschung bereit.

Einen jähen Bruch mit ihrem Fantasiegespinst erlebt sie eines Tages, als der Zug vor dem Landhaus Halt macht. Rachel beobachtet eine schreckliche Tat und bietet sich freiwillig als Zeugin bei der Polizei an. Doch was sich zunächst als ein Fall über zwei für sie Unbekannte herauszukristallisieren scheint, hält schon bald eine böse Überraschung für Rachel bereit. (Kino.de)

 

25. 4.

The Infiltrator

 

 

 

The Infiltrator

Großbritannien/USA 2016

Regie: Brad Furman

Darst.: Bryan Cranston, John Leguizamo, Diane Kruger, Benjamin Bratt, Elena Anaya, Joseph Gilgun

Länge: 127 Min.

1980er: Seit Jahren schleust sich Robert „Bob“ Mazur (Bryan Cranston) undercover in Drogenringe ein, für die DEA, die Drogenfahndungsbehörde der USA. 1986 fordern die Obersten des Landes, dass der größte Drogenring der Welt endlich zerschlagen wird: das Medellín-Kartell um Pablo Escobar und Roberto Alcaino (Benjamin Bratt). Robert nimmt dafür die Identität eines Top-Geldwäschers unter dem Alias Bob Musella an und soll sich mit seinem neuen Partner Emir Abreu (John Leguizamo) sowie seiner Schein-Verlobten Kathy Ertz (Diane Kruger) in die oberste Etage des Kartells einschleusen. Eine lebensgefährliche Aufgabe, denn nicht nur ist sein Undercover-Team impulsiv und unerfahren, sondern jede seiner Handlungen wird auch von seinen Gegnern mit Argusaugen beobachtet. Zwischen dem High-Society-Leben und der brutalen Realität des Drogenhandels soll er nun Beweise gegen die gefährlichste und sorgfältigste kriminelle Organisation der Welt sammeln. (Kino.de)

 

8. 5.

Captain Fantastic

Einmal Wildnis und zurück

 

 

 

Captain Fantastic

USA 2016

Regie: Matt Ross

Darst.: Viggo Mortensen, George MacKay, Samantha Isler, Annalise Basso, Nicholas Hamilton, Shree Crooks

Länge: 118 Min.

Ben Cash (Viggo Mortensen) hat sich mit seiner Großfamilie in einem Waldstück ein vermeintliches Idyll aufgebaut. Die Kinder treiben Sport und Yoga und orientieren sich am links gefärbten Hippietum ihres Vaters. Nur eine Mutter fehlt. Sie hielt es in der Einsamkeit nicht aus und wurde psychisch krank. Es kommt noch schlimmer, sie begeht Selbstmord. Die Familie bricht auf, um in der Stadt an der Beerdigung teilzunehmen. Jetzt lernen die Kinder eine Welt kennen, die ihnen fremd ist, die aber ihre Verlockungen hat.

Regisseur Matt Ross lässt in Captain Fantastic (ein blöder Titel) Gegenkultur und Mainstream aufeinanderprallen, bezieht aber niemals eindeutig Position. Die Frage bleibt: Ist dieser Ben Cash nun ein Held der Ökofraktion oder nur ein selbstgerechter Egomane? (Cinema)

 

9. 5.

Arrival

 

 

 

Arrival

USA 2016

Regie: Denis Villeneuve

Darst.: Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker, Michael Stuhlbarg, Mark O'Brien, Tzi Ma

Länge: 117 Min.

Die Linguistin Louise Banks (Amy Adams) und der Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) werden vom Militär um Mithilfe gebeten. Die Ankunft von außerirdischen Raumschiffen auf der Erde erregt Aufsehen auf der ganzen Welt. Die fremden Wesen versuchen, Kontakt aufzunehmen. Die Sprachwissenschaftlerin soll nun helfen, die außerirdische Kommunikation zu entschlüsseln. Schließlich wüsste die Menschheit gerne über die Absichten der Aliens Bescheid, bevor diese auf dem Planeten landen.

Es ist lange unklar, ob es sich bei den galaktischen Besuchern um Freunde oder Invasoren handelt, doch dann bekommt die für den Kontakt engagierte Frau plötzlich Visionen, die ihr den Grund für die Ankunft der Aliens erklären … (Moviepilot)

 

15. 5.

Willkommen bei den Hartmanns

 

 

 

Deutschland 2016

Regie: Simon Verhoeven

Darst.: Senta Berger, Heiner Lauterbach, Florian David Fitz, Palina Rojinski, Elyas M'Barek, Eric Kabongo, Uwe Ochsenknecht

Länge: 116 Min.

Angelika (Senta Berger) würde am liebsten die ganze Welt retten. Und so ist es eigentlich kein Wun-der, dass die pensionierte Schuldirektorin auf die Idee kommt, einen Flüchtling aufzunehmen. Eine Entscheidung, die bei ihrem Mann (Heiner Lauterbach) auf wenig Verständnis stößt: „Frau Merkel hat die ganze Dritte Welt zu sich eingeladen, wir machen das nicht.“

Wie die familiären Konflikte nach der Ankunft des Flüchtlings Diallo eskalieren, das schildert Männerherzen-Regisseur Simon Verhoeven mit Dialogwitz und einem feinen Gespür für die absurd-komischen Situationen, die sich aus dem Zusammenprall der Kulturen ergeben. Die Flüchtlingskrise mit all ihren Widersprüchen ist dabei nur eins von vielen Themen.

Während sich Mutter Angelika um den Nigerianer Diallo kümmert, sind die erwachsenen Kinder (Palina Rojinski und Florian David Fitz) und der Vater mit ihren eigenen Lebenskrisen beschäftigt. Im Grunde ist diese Familie so zerstritten wie das Land. Willkommen bei den Hartmanns ist ein wichtiger Film, und er kommt genau zur richtigen Zeit. (Cinema)

 

16. 5.

Carol

 

 

 

Carol

Großbritannien/USA 2015

Regie: Todd Haynes

Darst.: Cate Blanchett, Rooney Mara, Sarah Paulson, Kyle Chandler, Cory Michael Smith, Jake Lacy, Carrie Brownstein

Länge: 119 Min.

New York in den 1950er Jahren: Therese Belivet (Rooney Mara) arbeitet als Verkäuferin in einem Kaufhaus und träumt von einem besseren Leben als Bühnen-Designerin im Theater. Als ihr durch die Kundin Carol Aird (Cate Blanchett) mehr Beachtung zuteil wird als sonst üblich, fühlt sich die Frau zur ihr hingezogen. Carol ist jedoch verheiratet mit Harge Aird (Kyle Chandler), wenn auch unglücklich. Um ihrer Ehe zu entfliehen, beginnt Carol immer mehr Zeit mit Therese zu verbringen. Daraus entwickelt sich für beide eine leidenschaftliche Affäre, an deren Ende Therese davon überzeugt ist, sich in Carol verliebt zu haben. Doch Carol ist sich ihrer Gefühle gegenüber Therese nicht sicher. Da sie eine Tochter mit Harge hat und in den 1950er Jahren gleichgeschlechtliche Beziehungen strafrechtlich verfolgt werden, muss sie durch ihre Affäre nicht nur um das Sorgerecht bangen.

Todd Haynes verfilmte das zweite Buch der amerikanischen Autorin Patricia Highsmith, die vor allem für ihre Tom Ripley-Romanreihe bekannt ist. Das adaptierte Werk The Price of Salt – in Deutschland unter dem Titel Salz und sein Preis veröffentlicht – brachte die Autorin im Jahr 1952 unter dem Pseudonym Claire Morgan heraus. Grund: Das damals brisante Thema von gleichgeschlechtlichen Beziehungen sollte ihr nicht den Stempel verpassen, nur lesbische Romane zu verfassen. Der Film feierte auf den Filmfestspielen in Cannes 2015 seine Weltpremiere. Dort wurde Rooney Mara für ihre Darstellung der Therese Belivet als beste Schauspielerin ausgezeichnet. (Kino.de)

 

22. 5.

Sully

 

 

 

Sully

USA 2016

Regie: Clint Eastwood

Darst.: Tom Hanks, Aaron Eckhart, Laura Linney, Mike O'Malley, Anna Gunn, Chris Bauer

Länge: 96 Min.

In den Morgenstunden des 15. Januar 2009 ereignete sich eine spektakuläre Wasserlandung mitten auf den Gewässern um die Metropole New York. Als das Wunder des Hudson River ging die Notwasserung des Airbus A320 in die Geschichte ein. Ihr Pilot: Chelsey B. „Sully“ Sullenberger (Tom Hanks).

Nachdem Vögel kurz nach dem Start die Triebwerke lahm legten, musste er binnen weniger Sekunden eine Entscheidung treffen: Der riskante Rückflug zum Flughafen LaGuardia oder die Notwasserung im eiskalten Hudson River. Wie durch ein Wunder wurde niemand der 155 Passagiere getötet. Die Crew, der Co-Pilot Jeff Skiles (Aaron Eckhart) und allen voran Sully, der zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine beachtliche Karriere in der Luftfahrt zurückblicken kann, werden von der Presse und der Bevölkerung als Helden gefeiert.

Doch die darauf folgende Untersuchung der Behörden um Dr. Elizabeth Davis (Anna Gunn) nehmen einen anderen Verlauf, als man vielleicht annehmen sollte. Werden ihm die 208 Sekunden in der Maschine des Flugs 1549 zum Verhängnis oder kann er sich auf seinen wohlverdienten Ruhestand mit Ehefrau Lorraine (Laura Linney) freuen? (Kino.de)

 

23. 5.

Jongens

 

 

 

Jongens

Niederlande 2014

Regie: Mischa Kamp

Darst.: Gijs Blom, Ton Kas, Ko Zandvliet, Jonas Smulders, Rachelle Verdel

Länge: 78 Min.

Sommer in Nordholland. Der 15-jährige Sieger läuft die 100 Meter unter 13 Sekunden. Sein neuer Teamkollege, mit dem er sich auf den Staffelwettkampf vorbereitet, ist der selbstbewusste Marc. Nach dem Training, bei der Abkühlung im See, kommt es überraschend zum Kuss – und plötzlich ist Sieger zum ersten Mal verliebt. Seinem warmherzigen, aber völlig überforderten Vater kann er davon nichts erzählen, der hat mit Siegers älterem Bruder Eddy schon genug Probleme. Aber wie soll er sich jetzt auf den Wettkampf vorbereiten? Und auf das Leben? (bjf)

 

29. 5.

Passengers

 

 

 

Passengers

USA 2016

Regie: Morten Tyldum

Darst.: Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Michael Sheen, Laurence Fishburne, Andy Garcia, Kimberley Battista

Länge: 117 Min.

Tausende von Menschen werden in Passengers auf einem Raumschiff in die Kolonie eines weit entfernten Planeten transportiert. Um nicht als alte Männer und Frauen dort anzukommen, versetzt man sie in einen Kälteschlaf, aus dem sie erst wieder erwachen sollen, wenn das Ziel der interstellaren Reise erreicht ist.

Durch eine Fehlfunktion bei den Schlafkammern werden zwei Passagiere, Jim (Chris Pratt) und Aurora (Jennifer Lawrence), jedoch zu früh aus der Kältestarre geweckt – und zwar 90 Jahre, bevor das Space Shuttle den neuen Planeten erreichen soll. Ihnen ist klar, was das bedeutet: Sie werden den Rest ihres Lebens in dem Luxus-Raumschiff verbringen müssen. Als sie jedoch gerade beginnen, sich mit diesem Schicksal abzufinden und ihre Gefühle für einander zu entdecken, gerät unvermittelt das Leben aller noch schlafenden Passagiere in Gefahr. (Moviepilot)

 

30. 5.

Kaltes Land

 

 

 

North Country

USA 2005

Regie: Niki Caro

Darst.: Charlize Theron, Elle Peterson, Thomas Curtis, Frances McDormand, Sean Bean, Woody Harrelson, Jeremy Renner

Länge: 126 Min.

„Arbeite hart, halt den Mund und trag es wie ein Mann“, rät ihr Vater, als Josey (Charlize Theron) im Eisenbergwerk anfängt. Härter als der Knochenjob in den Gruben sind jedoch die Belästigungen der Platzhirsche. Ein Dildo in der Lunchbox ist da noch harmlos. Die Frauen werden bedrängt und gedemütigt. Als Josey sich bei der Geschäftsleitung beschwert, wird sie im ganzen Ort mit Verachtung gestraft. Keine der Mitarbeiterinnen unterstützt sie, alle fürchten um ihren kostbaren Arbeitsplatz. Als allein erziehende Mutter auf die Stelle angewiesen, reicht Josey Klage ein. Prompt wühlt die Verteidigung in ihrer Vergangenheit und stellt sie als Flittchen hin.

1988 prozessierten die Minenangestellte Lois Jenson und ihre Kolleginnen gegen ihren Arbeitgeber. Der Fall „Jenson vs. Eveleth Taconite Co.“ ging als erste Sammelklage wegen sexueller Belästigung in die Justizgeschichte ein. In Anlehnung an diesen Präzedenzfall inszenierte die neuseeländische Regisseurin Niki Caro (Whale Rider) im kalten Minnesota kein Gerichtsdrama, sondern das aufwühlende Porträt einer missachteten Frau, die sich viel zu lange gefügt und den Mund gehalten hat. Das souveräne Ensemble – neben Charlize Theron überzeugen Frances McDormand als besonnene Gewerkschafterin und ein lässiger Woody Harrelson als Anwalt – überspielt auch das triefende Finale. (Cinema)

 

12. 6.

Allied - Vertraute Fremde

 

 

 

Allied

USA 2016

Regie: Robert Zemeckis

Darst.: Brad Pitt, Marion Cotillard, Lizzy Caplan, Jared Harris, August Diehl, Daniel Betts

Länge: 124 Min.

1942, Zweiter Weltkrieg, Nordafrika: Der britische Spion Max Vatan (Brad Pitt) und die französische Widerstandskämpferin und Spionin Marianne Beausejour (Marion Cotillard) treffen in Casablanca aufeinander. Die beiden haben den Auftrag erhalten, den deutschen Botschafter vor Ort auszuschalten. Dabei gehen sie auf eine riskante Verführung ein und verlieben sich ineinander. Später werden die beiden in London wieder vereint, heiraten und bekommen sogar ein gemeinsames Kind. Doch die glückliche Beziehung wird bald auf eine harte Probe gestellt. Max wird mitgeteilt, dass seine Frau scheinbar eine heimliche Doppelspionin für die Deutschen ist und bekommt von der Regierung den Auftrag sie wegen Landesverrates zu töten.

Max' bisherige Welt wird komplett auf den Kopf gestellt. Er weiß nicht mehr, was er glauben soll. Waren Mariannes Gefühle all die Jahre echt oder nur eine Täuschung, um an wichtige Informationen zu kommen? Oder ist diese Anschuldigung vielleicht nur eine Intrige, die seine Familie zerstören soll? Kann Max es überhaupt übers Herz bringen, die Liebe seines Lebens zu töten? (Kino.de)

 

13. 6.

Unlocking the Cage

 

 

 

Unlocking the Cage

USA 2015

Regie: Chris Hegedus, D. A. Pennebaker

Länge: 91 Min.

Der amerikanische Anwalt Steve Wise hat gemeinsam mit Experten des Nonhuman Rights Project erstmals eine Klage im Namen von Schimpansen vor Gericht eingereicht. Die Tierschützer wollen für Tiere, die bislang juristisch als „rechtlose Sache“ galten, den Status als „juristische Person“ und das Persönlichkeitsrecht erstreiten.

Im Jahr 2015 vertritt Wise zwei Schimpansen vor Gericht, die im Staat New York für Forschungszwecke gefangen gehalten werden. Das Rechtsmittel: eine Habeas-Corpus-Anhörung, mit der im angelsächsischen Recht die Freilassung unrechtmäßig inhaftierter Personen erwirkt werden kann. (Arte)

 

19. 6.

Café Society

 

 

 

Café Society

USA 2016

Regie: Woody Allen

Darst.: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Steve Carell, Blake Lively, Ken Stott, Jeannie Berlin, Corey Stoll

Länge: 96 Min.

In Café Society erzählt Woody Allen die Geschichte des jungen Bobby Dorfman (Jesse Eisenberg), der von New York nach L. A. geht, wo sein Onkel Phil (großartig: Steve Carell) als Hollywood-Agent über Macht und Einfluss verfügt. Der weiß mit seinem Neffen nicht viel anzufangen, fürs erste bittet er seine Sekretärin Vonnie (Kristen Stewart), dem Neuankömmling die Stadt zu zeigen. Nachdem sich Bobby Hals über Kopf in die Vorzimmerdame verliebt hat, träumt er von einer gemeinsamen Zukunft in New York, wo sein Bruder gerade einen Nachtclub eröffnet hat.

Die nostalgischen, von Jazzmusik untermalten Bilder, die hochkarätig besetzten Nebenfiguren (u. a. Blake Lively als New Yorker Nachtschwärmerin) und Woody Allens Erzählerstimme (in der Originalfassung) – all das sorgt für ein Gefühl der Vertrautheit, wie man es im Kino nur selten findet. In einer Szene behauptet Bobby, das Leben sei eine Komödie, geschrieben von einem sadistischen Autor. Wenn das stimmt, dann stammen einige der besten Anekdoten von Woody Allen. (Cinema)

 

20. 6.

El Clan

 

 

 

El Clan

Argentinien/Spanien 2015

Regie: Pablo Trapero

Darst.: Guillermo Francella, Antonia Bengoechea, Gastón Cocchiarale, Stefania Koessl, Peter Lanzani, Franco Masini

Länge: 109 Min.

Argentinien in den frühen 80ern: Die Militärdiktatur ist überwunden, aber in der jungen Demokratie finden sich noch immer Spuren der Vergangenheit. Symbolisiert wird dieser Zustand durch die vermeintlich großbürgerliche Familie Puccio. Der vornehme Patriarch Arquímedes (Guillermo Francella) entführte einst für die Junta Systemgegner und politische Abweichler.

Auch nach dem Übergang in die neue Staatsform lässt er Menschen verschwinden, diesmal allerdings bevorzugt aus reichen Häusern, denn er verlangt hohe Lösegelder. In die Verbrechen ist mehr oder weniger die gesamte Familie eingebunden, vor allem Sohn Alejandro (Peter Lanzani) geht dem Vater zur Hand, wenn auch widerwillig. Als Alejandro sich in ein Mädchen verliebt, steigt er aus. Damit beginnt die Katastrophe.

Das Thrillerdrama von Pablo Trapero beruht auf einer wahren Begebenheit und weist Einflüsse der Kriminalsagas eines Martin Scorsese auf. Es ist ein Film über das Böse, das hinter der Fassade einer scheinbar harmlosen Familie lauert. Und die Zusatzinformationen im Abspann lassen den Puccio-Clan noch unheimlicher erscheinen. (Cinema)

 

26. 6.

Bei Anruf Mord

 

 

 

Dial M for Murder

USA 1954

Regie: Alfred Hitchcock

Darst.: Grace Kelly, Ray Milland, Robert Cummings, Anthony Dawson, John Williams

Länge: 106 Min.

Der Ex-Tennisprofi Tony Wendice will seine Frau Margot ermorden lassen, weil sie vor einem Jahr eine Affäre mit einem anderen Mann hatte. Zu diesem Zweck erpresst er einen alten Bekannten, Swan Lesgate, diesen Mord auszuführen. Mit einem geschickten Trick verschafft er sich ein Alibi und liefert Margot dem Mörder aus. Doch dann geht alles schief und Margot bringt den Killer um. Fix schaltet Tony auf Plan B um, der nicht weniger heimtückisch ist… (OFDb)

Die Anweisungen zum perfekten, durchs eigene Alibi abgesicherten Mord, die Tony seinem Werkzeug Swan Lesgate erteilt, machen uns zu gnadenlosen Kino-Komplizen, die zum Zeitpunkt der Tat lustvoll, doch eiskalt bis ins Herz überwachen, ob Lesgate den komplizierten Plan minutiös befolgen wird oder womöglich eine Einzelheit vergessen hat. Der gemeinsame Wissensstand stiftet zwischen dem Drahtzieher des Verbrechens und dem Publikum eine stabile Koalition, die den Rezeptionsmechanismus bestimmt und auch dann noch funktioniert, wenn der Plan eklatant daran zu scheitern droht, dass unversehens nicht das ausersehene Opfer, sondern der gekaufte Mörder auf der Strecke bleibt. (K. Kreimeier, Filmzentrale)

 

27. 6.

Nocturnal Animals

 

 

 

Nocturnal Animals

USA 2016

Regie: Tom Ford

Darst.: Amy Adams, Jake Gyllenhaal, Michael Shannon, Aaron Taylor-Johnson, Isla Fisher, Ellie Bamber

Länge: 117 Min.

Die erfolgreiche Galeristin Susan Morrow (Amy Adams) leidet schon seit langem unter Schlaflosigkeit. Doch das ist nicht ihr einziges Problem. Mit der Untreue ihres Mannes, der als Arzt oft auf Geschäftsreisen ist, hat sie sich längst abgefunden. Eines Tages bekommt Susan unerwartet ein Paket von ihrem Ex-Mann Edward Sheffield (Jake Gyllenhaal) mit dem sie vor über 20 Jahren verheiratet war. Darin befindet sich ein Roman mit dem Titel Nocturnal Animals, den er Susan gewidmet hat. Sie soll das unveröffentlichte Werk vorab bewerten.

Mit einer Mischung aus Faszination und Grauen beginnt sie den blutigen Thriller zu lesen. Darin geht es um den furchtsamen Mathematikprofessor Tony Hastings, der mit seiner Frau und Tochter auf eine Reise geht, und von einem Psychopathen brutal angegriffen wird. Susan vermutet schon bald, dass der Roman eine Art Aufarbeitung ihrer zerbrochenen Ehe ist und indirekt Rache an ihr nehmen soll. Damals hat Susan ihrem Ex-Mann etwas Schreckliches angetan, was schließlich zur Trennung führte. Die erfundene Geschichte beginnt immer mehr Besitz von Susans Leben zu ergreifen, bis sie schließlich ihre Existenz hinterfragt und sich den Geistern der Vergangenheit stellen muss. (Kino.de)

 

3. 7.

Live By Night

 

 

 

Live By Night

USA 2016

Regie: Ben Affleck

Darst.: Ben Affleck, Sienna Miller, Zoe Saldana, Elle Fanning, Scott Eastwood, Chris Messina

Länge: 128 Min.

Live by Night beginnt im Boston des Jahres 1926: Obwohl durch die Prohibition Alkohol verboten ist, fließt der Schnaps noch immer in Strömen. Dies liegt vor allem an den geheimen Brauereien, Schmugglern und Gangstern, welche die Stadt weiterhin versorgen und entweder schnellen Reichtum oder einen vorzeitigen Tod finden. Mitten unter ihnen ist Joe Coughlin (Ben Affleck), der Sohn eines renommierten Polizei-Captains. Joe kehrte seiner strengen Erziehung jedoch schon lange den Rücken zu und widmete sein Leben der Kriminalität.

Bei seinem Aufstieg vom einfachen Gauner zum bekanntesten Rum-Schmuggler in der Organisation des mächtigsten Gangsters der Stadt kann er niemandem vertrauen. Je weiter er die Karriereleiter empor klimmt, desto ausschweifender und glamouröser wird sein Lebensstil – desto größer wird aber auch die Gefahr durch die, die seinen Platz einnehmen wollen. Seine Reise führt ihn aus den Jazz Clubs von Boston über die Häfen von Florida bis nach Kuba, immer einen Schritt vom Abgrund entfernt. (Moviepilot)

 

4. 7.

War Dogs

 

 

 

War Dogs

USA 2016

Regie: Todd Phillips

Darst.: Miles Teller, Jonah Hill, Ana de Armas, Bradley Cooper, Shaun Toub, Julian Sergi

Länge: 115 Min.

War Dogs dreht sich um zwei Freunde aus Miami Beach. Während der Irak-Krieg in Übersee ausgetragen wird, führen die beiden Marihuana-Liebhaber ein ganz entspanntes Leben in Florida: David (Miles Teller) ist Massage-Therapeut, Efraim (Jonah Hill) ein Waffenhändler mit nicht allzu großer Reichweite.

In einer wenig bekannten Initiative der US-Regierung, die kleine Firmen für Waffenlieferungen verpflichtet, wollen auch die beiden Kiffer ein paar Moneten abgreifen. Statt des kleinen Deals ziehen sie allerdings einen 300-Millionen-Dollar-Auftrag an Land, der sie mit einem Schlag zu internationalen Waffenhändlern macht. Nun sollen sie plötzlich die Truppen und Verbündeten der USA in Afghanistan mit Munition und mehr versorgen, und obwohl sie schlichtweg überfordert sind, versuchen sie, ihr Bestes zu geben, um an das Geld zu kommen. (Moviepilot)

War Dogs basiert auf einer Reportage, die 2011 im amerikanischen „Rolling Stone“ erschien und von Autor Guy Lawson später zu einem Buch verarbeitet wurde. Todd Phillips hat den Stoff zu einer beißenden Satire über die Winkelzüge der Bürokratie und die amerikanische Jackpot-Mentalität verarbeitet. Der Humor ist trocken und sarkastisch und weicht spätestens dann einer spürbar düsteren Tonlage, wenn die Händler des Todes mit den Konsequenzen ihres Tuns konfrontiert werden. (Cinema)

 

 

 
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