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Sommer in Orange |
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Deutschland 2011 Regie: Marcus H. Rosenmüller Darst.: Petra Schmidt-Schaller, Amber Bongard, Bela Baumann, Georg Friedrich, Oliver Korittke, Chiem van Houweninge Länge: 110 Min. |
Man schreibt das Jahr 1980, die Berliner Bhagwan-Anhängerin Amrita zieht mit ihren Kindern Lili und Fabian sowie den Bewohnern ihrer WG in die bayerische Provinz. Im beschaulichen Talbichl lassen sie sich nieder. Fortan treffen in dem verschlafenen Kaff Urschrei-Therapie und Vollkornschrot auf Schützenverein-Romantik und konservative Werte. Für den Bürgermeister von Talbichl unterhalten die Neulinge sowieso Verbindungen zur RAF. Unterdessen beginnt Amritas Tochter Lili, die sich nichts sehnlicher als eine ganz normale Familie wünscht, ein Doppelleben zu führen: Während sie zu Hause orangefarbene Kleidung trägt und esoterische Weisheiten zum Besten gibt, tauscht sie in der Schule die Pluderhosen gegen einen biederen Faltenrock aus und betet mit den anderen das „Vater Unser“. Keine Frage, dass dieses Versteckspiel irgendwann auffliegen muss. (filmportal.de) Rosenmüller gelingt mit Sommer in Orange erneut eine Art Heimatfilm. Mit augenzwinkerndem Witz skizziert er den Spagat zwischen den beiden Welten. Die Gegensätze sind mit Menschlichkeit und Wärme inszeniert, die Gags treffen ins Schwarze und die Gegenüberstellungen der Lebensformen sind mehr als komisch. (kino.de) |
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17. 4. |
The Thing |
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The Thing USA 2011 Regie: Matthijs van Heijningen Darst.: Mary Elizabeth Winstead, Joel Edgerton, Eric Christian Olsen, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Ulrich Thomsen, Kim Bubbs Länge: 103 Min. |
Zu Beginn von John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt aus dem Jahr 1982 läuft dem Team einer amerikanischen Antarktisstation ein Schlittenhund zu. Zum Verhängnis der Insassen entpuppt sich dieser als formwandlungsfähige Alienkreatur, die das Aussehen ihres letzten Opfers annimmt. Wie das Monstervieh auf den Hund kam, erfahren wir jetzt nach fast 20 Jahren im US-Debüt des holländischen Regisseurs Matthijs van Heijningen: Ein norwegisches Forschungsteam entdeckt im ewigen Eis ein abgestürztes Raumschiff. An Bord befindet sich eine eingefrorene Lebensform, zu deren Analyse die amerikanische Paläontologin Kate (Mary Elizabeth Winstead) eingeflogen wird. Gegen ihren Rat lässt Stationsleiter Dr. Halvorson (Ulrich Thomsen) eine Probe nehmen - und setzt damit eine Katastrophe in Gang. Über Nacht kann die Kreatur nämlich aus dem angebohrten Eisblock entkommen und damit beginnen, nach und nach die 15 Bewohner des Camps zu absorbieren. Der unheilvollen Ungewissheit, dass in jedem Freund der außerirdische Feind schlummern kann, verdankt auch The Thing seine spannendsten Momente. (cinema) |
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23. 4. |
Alles, was wir geben mussten |
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Never Let Me Go Großbritannien/USA 2010 Regie: Mark Romanek Darst.: Carey Mulligan, Andrew Garfield, Keira Knightley, Isobel Meikle-Small, Ella Purnell, Charlie Rowe, Charlotte Rampling Länge: 103 Min. |
Drei Waisen wachsen in einem Internat auf. Das gesellschaftlich vorgegebene Ziel ihres Daseins ist es, als Organspender das Leben anderer zu retten und dafür das eigene zu opfern. Die zwei Mädchen und der Junge hoffen, ihr Schicksal aufschieben zu können, wobei der Junge entscheiden muss, welches der Mädchen seine große Liebe ist. Das in den 1970er- und 1980er-Jahren angesiedelte Drama entwirft eine Welt, in der Menschen als widerstandslose Organlieferanten „gezüchtet“ werden. Die verhaltene Inszenierung vermittelt suggestiv die von unterdrückten Gefühlen geprägte Atmosphäre und zeichnet das hintergründig schockierende Bild einer Gesellschaft, die menschliches Leben als „Material“ instrumentalisiert. (filmdienst) |
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24. 4. |
Wer ist Hanna? |
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Hanna USA/Großbritannien/Deutschland 2011 Regie: Joe Wright Darst.: Saoirse Ronan, Eric Bana, Tom Hollander, Olivia Williams, Jason Flemyng, Jessica Barden Länge: 111 Min. |
Jahre sind vergangen, seitdem CIA-Agent Erik Heller abgetaucht ist. Die Zeit hat er genutzt, in der skandinavischen Wildnis seine nunmehr 16-jährige Tochter Hanna zu einer schier unbesiegbaren Mordmaschine auszubilden. Sie soll CIA-Agentin Marissa Wiegler ausschalten, die für den Tod von Hannas Mutter verantwortlich ist. Doch vorerst erwischt sie nur eine Doppelgängerin und wird auf ihrer Odyssee quer durch Europa von Wieglers Schergen gejagt. Regisseur Wright engagiert Augen und Kopf mit einer phänomenalen Bildersprache, die lange Kamerafahrten, handgehaltene Kamera, 360-Grad-Umkreisungen und unkonventionelle Perspektiven integriert, und hält das Tempo, egal ob es sich um aufreibende Action oder mehr besinnliche Momente handelt. Langeweile kommt so keine Sekunde auf - im Gegenteil: Dieser ungewöhnliche, an internationalen Schauplätzen gedrehte Thriller um eine unkonventionelle Heldin ist regelrecht elektrisierend. (kino.de) |
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Stadt Land Fluss |
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Deutschland 2011 Regie: Benjamin Cantu Darst.: Lukas Steltner, Kai-Michael Müller, Steven Baade, Florian Born, Eric Fechner, Christian Hahn Länge: 87 Min. |
Benjamin Cantus Spielfilmdebüt sieht aus wie eine Dokumentation über die Ausbildung in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Und über weite Strecken ist sie das auch. Cantu und sein Team drehten während der Erntezeit in der Jänickendorfer Agrargenossenschaft „Der Märker“. In improvisierten Bildern zeigen sie die Arbeitsabläufe auf dem Hof und begleiten die Azubis durch ihren Alltag. Auf diese Weise entstand ein beiläufiges Porträt der bäuerlichen Gemeinschaft, aus der zwei Personen hervorstechen: der verschlossene Einzelgänger Marko (Lukas Steltner) und der Praktikant Jacob (Kai-Michael Müller). Zwischen den beiden entwickelt sich eine zögerliche Liebesgeschichte, die Cantu unter dem Verzicht auf große Gefühle leise und zurückhaltend gestaltet. Sein Film überlässt sich ganz dem scheinbar unentschlossenen, zögerlichen Verhalten seiner Protagonisten. Das macht Stadt Land Fluss zu einem außergewöhnlichen Filmerlebnis an der Grenze zwischen realer Lebenswelt und Fiktion. (cinema) |
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8. 5. |
Hell |
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Deutschland/Schweiz 2011 Regie: Tim Fehlbaum Darst.: Hannah Herzsprung, Lars Eidinger, Stipe Erceg, Angela Winkler, Lisa Vicari, Yoann Blanc Länge: 86 Min. |
Postapokalyptischer Thriller, der in einer Welt spielt, die von der sengenden Sonne in ein unwirtliches Ödland verwandelt wurde. Sämtliche Wasserquellen sind ausgetrocknet, Pflanzen und Tiere gänzlich ausgerottet. Um den tödlichen Sonnenstrahlen zu entkommen, machen sich Marie, ihre kleine Schwester Leonie und Phillip in einem abgedunkelten Auto auf den Weg in Richtung Gebirge. Dort hoffen sie letzte Wasserquellen zu finden. Auf dem Weg stößt der geheimnisvolle Tom zu dem Trio. Zwar erweist er sich als Mechaniker als unentbehrliche Hilfe, dennoch können die drei nicht sicher sein, ob er wirklich mit offenen Karten spielt. Als die kleine Notgemeinschaft in einen Hinterhalt gerät, beginnt ein verzweifelter Überlebenskampf. (filmportal.de) Zügig erzählt und gut besetzt, reflektiert das Drama über Zivilisationsbrüche und die Frage, was Menschen unter extremen Bedingungen zu tun bereit sind. Dabei kann sich der „Look“ des Debütfilms durchaus mit hochbudgetierten Blockbustern messen lassen. (filmdienst) |
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14. 5. |
I'm Not a F**king Princess |
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My Little Princess Frankreich 2010 Regie: Eva Ionesco Darst.: Isabelle Huppert, Anamaria Vartolomei, Georgetta Leahu, Denis Lavant, Jethro Cave, Louis-Do de Lencquesaing, Pascal Bongard Länge: 104 Min. |
Als Kind gehörte Eva Ionesco zu den Stars der Pariser Kunstszene. In barock überladenen Arrangements wurde sie von ihrer Mutter in freizügigen, lolitahaften Posen fotografiert - was regelmäßig für Skandale sorgte und irgendwann das Jugendamt auf den Plan rief. In ihrem autobiografischen Regiedebüt schildert Ionesco ihre Auflehnung gegen die ihr zugewiesene Rolle als Aktmodell. (cinema) |
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15. 5. |
Die Abenteuer von Tim und Struppi Das Geheimnis der Einhorn |
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The Adventures of Tintin USA/Neuseeland 2011 Regie: Steven Spielberg Länge: 107 Min. |
Als Tim auf einem Flohmarkt das Modell eines vor 400 Jahren gesunkenen Dreimasters erwirbt, beginnt eine gefährliche Schatzsuche, die den neugierigen Hobbydetektiv bis nach Nordafrika führt und seine Freundschaft mit dem knurrigen Kapitän Haddock besiegelt. Der erste Teil der Tim und Struppi-Trilogie von Steven Spielberg und Peter Jackson, übertrifft alle Erwartungen. „Tim und ich“, hat Steven Spielberg einmal gesagt, „sind wie geschaffen für eine gemeinsame Entdeckungsreise.“ Der Satz klang wie ein Versprechen, das der Regisseur nun auf spektakuläre Weise eingelöst hat. 24 Comicalben hat der Belgier Hergé bis zu seinem Tod im Jahr 1983 veröffentlicht. Spielberg, der die Filmrechte bereits in den 80er-Jahren erwarb, kombiniert Motive aus den Tim und Struppi-Bänden Die Krabbe mit den goldenen Scheren, Der Schatz Rackhams des Roten und Das Geheimnis der Einhorn zu einem imposanten Spektakel, das den rasenden Reporter Tim wie einen würdigen Nachfolger des furchtlosen Archäologen Indiana Jones aussehen lässt. Hergé-Puristen werden sich über das rasante Erzähltempo wundern, doch Spielberg findet zwischen atemlosen Verfolgungsjagden und kuriosen Slapstickszenen noch genügend Zeit für eine Vielzahl liebevoll gestalteter Referenzen - an die Vorlagen von Hergé, aber auch an eigene Filme. (cinema) |
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21. 5. |
Maria voll der Gnade |
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Maria, llena eres de gracia Kolumbien/USA 2003 Regie: Joshua Marston Darst.: Catalina Sandino Moreno, Yenny Paola Vega, Guilied López, Patricia Rae, Orlando Tobón, John Alex Toro Länge: 101 Min. |
Kolumbien hat ihr rein gar nichts zu bieten: Die 17-jährige Maria ist schwanger, will den unreifen Vater ihres Kindes aber nicht heiraten. Die Arbeit auf einer Rosenplantage ödet sie an, und die Familie ist auch keine Stütze. Da lässt sich Maria auf einen riskanten Job ein: Sie würgt 62 Kokainbeutelchen hinunter und fliegt mit ihrer Schwester Blanca und anderen „Maultieren“ nach New York. Nicht alle überleben den Trip … Der präzise dokumentarische Blick des Regisseurs sorgt für beängstigende, realistische Spannung. (Cinema) |
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22. 5. |
Nichts zu verzollen |
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Rien à déclarer Frankreich 2010 Regie: Dany Boon Darst.: Benoît Poelvoorde, Dany Boon, Julie Bernard, Karin Viard, François Damiens, Bouli Lanners, Olivier Gourmet Länge: 108 Min. |
Belgier und Franzosen mögen sich nicht: Mit diesem Vorurteil zumindest spielt Dany Boon in seiner jüngsten Komödie Nichts zu verzollen. Der Film handelt von dem belgischen Zollbeamten Ruben Vandevoorde, der ein wahrer Franzosenhasser ist. An der französisch-belgischen Grenze zu Courquain herrscht deshalb verbaler Kleinkrieg. Ruben schikaniert französische Grenzgänger und macht das Leben seines Kollegen Mathias Ducatel auf der Seite des Erbfeinds zur Hölle. Als die Grenzen im Zuge des Schengener Abkommen fallen, wird alles zunächst nur noch schlimmer. Mit Nichts zu verzollen schließt Dany Boon inhaltlich und geografisch nahtlos an seinen grenzenlosen Erfolg von Willkommen bei den Sch'tis an. (RZ-Online) |
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Der Gott des Gemetzels |
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Carnage Frankreich/Deutschland/Polen/Spanien 2011 Regie: Roman Polanski Darst.: Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz, John C. Reilley Länge: 80 Min. |
Die Rauferei zweier Elfjähriger, bei der einer zwei Zähne verliert, führt zwei New Yorker Elternpaare zusammen. Nach einem klärenden Gespräch scheint die Sache erledigt, doch als die Mutter des geschädigten Jungen eine Entschuldigung verlangt, läuft die Sache aus dem Ruder. Man redet sich in Rage und beruhigt sich wieder, doch reichlich genossener Whisky befeuert die Situation erneut. Äußerst klug inszeniertes, mit der Kamera kongenial die sich verschiebende und allmählich eskalierende Gruppendynamik einfangendes Kammerspiel über die „Dünnhäutigkeit“ guter Umgangsformen und kultivierten Verhaltens angesichts einer Stresssituation, die die Wertvorstellung der Protagonisten herausfordert. Von wunderbaren Darstellern getragen, entfaltet sich eine komisch-entlarvende Ehe- und Gesellschaftsfarce. (filmdienst) |
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5. 6. |
Invictus Unbezwungen |
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Invictus USA 2009 Regie: Clint Eastwood Darst.: Morgan Freeman, Matt Damon, Tony Kgoroge, Patrick Mofokeng, Matt Stern, Julian Lewis Jones Länge: 133 Min. |
In einem emotional packenden Mix aus Biopic und Sportfilm zeigt Invictus ein weitgehend unbekanntes Kapitel der demokratischen Wende in Südafrika. Invictus beginnt dort, wo das Charakterdrama Goodbye Bafana mit Dennis Haysbert als Nelson Mandela vor drei Jahren aufhörte: Der berühmte Antiapartheidkämpfer erlangt am 11. Februar 1990 nach über zwanzigjähriger Haft seine Freiheit und wird zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt. Doch die Erinnerung an die Rassentrennung ist frisch und spaltet nach wie vor die Nation. In dieser Situation kommt Staatschef Nelson Mandela (ideal besetzt: Morgan Freeman) auf eine zunächst abwegig scheinende Idee: Er will die im eigenen Land ausgetragene Rugby-Weltmeisterschaft des Jahres 1995 nutzen, um die Wunden der Vergangenheit zu heilen und die Schwarzen und die Weißen quasi auf dem Spielfeld vereinen. Dumm nur, dass der Rugby-Mannschaft Südafrikas im Turnier nicht einmal eine Außenseiterchance eingeräumt wird. Doch Nelson Mandela lässt nicht locker und spricht ein ernstes Wort mit dem Mannschaftskapitän Francois Pienaar (Matt Damon). (cinema) |
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11. 6. |
Contagion |
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Contagion USA/Vereinigte Arabische Emirate 2011 Regie: Steven Soderbergh Darst.: Marion Cotillard, Bryan Cranston, Matt Damon, Jennifer Ehle, Laurence Fishburne, Chin Han, Jude Law, Gwyneth Paltrow Länge: 106 Min. |
Fieber und trockener Husten, Krämpfe und Gehirnblutungen: Symptome, die weltweit auftauchen und schließlich zu Tausenden von Toten führen, ob in Tokio, Hongkong oder Paris. Mit Hochdruck arbeiten Forscher an einem Impfstoff gegen das Virus, die Panik aber, die nun global um sich greift, stellt eine fast eben so große Bedrohung dar. (RZ-Online) So sehr die Monumentalität der Krankheit und deren globale Auswirkung im Zentrum des Thrillers stehen und so sehr das individuelle Schicksal demgegenüber zurückgenommen ist, rückt Soderbergh das Menschliche letztlich in den Fokus. Die weltweite Katastrophe ist kein Selbstläufer, sondern Folge des menschlichen Miteinanders. Dabei betrachtet der Regisseur diese nicht nur als Ausdruck unserer modernen vernetzten Welt, sondern auch des grundsätzlichen Bedürfnisses des Menschen nach Nähe und Geborgenheit. Innerhalb des Schreckensszenarios ist das der kleine Hoffnungsschimmer, den Soderbergh aufleuchten lässt. Ist das Grundgute im Menschen verantwortlich für die vielen Tode auf der Welt, kann eben diese Eigenschaft wieder die Keimzelle für neuen Lebensmut werden. (Filmreporter.de) |
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12. 6. |
Almanya Willkommen in Deutschland |
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Deutschland 2010 Regie: Yasemin Samdereli Darst.: Vedat Erincin, Fahri Yardim, Lilay Huser, Demet Gül, Rafael Koussouris, Aylin Tezel, Denis Moschitto, Petra Schmidt-Schaller Länge: 101 Min. |
„Wer oder was bin ich eigentlich – Deutscher oder Türke?“ Diese Frage stellt sich der sechsjährige Cenk Yilmaz, als ihn beim Fußball weder seine türkischen noch seine deutschen Mitschüler in ihre Mannschaften wählen. Um Cenk zu trösten, erzählt ihm seine 22-jährige Cousine Canan die Geschichte ihres Großvaters Hüseyin, der Ende der 60er Jahre als Gastarbeiter nach Deutschland kam und später Frau und Kinder nach „Almanya“ nachholte. Längst ist Deutschland zur Heimat der Familie geworden. Doch eines Abends überrumpelt Hüseyin seine Lieben mit der Nachricht, er habe in der Türkei ein Haus gekauft und wolle mit ihnen in die alte Heimat fahren. Widerworte werden nicht geduldet, und so bricht die ganze Familie in die Türkei auf. Es beginnt eine Reise voller Erinnerungen, Streitereien und Versöhnungen – bis der Familienausflug eine unerwartete Wendung nimmt … (bjf-Text) |
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18. 6. |
Nader und Simin Eine Trennung |
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Jodaeiye Nader az Simin Iran 2011 Regie: Asghar Farhadi Darst.: Laila Hatami, Peyman Moadi, Shahab Hosseini, Sareh Bayat, Sarina Farhadi, Babak Karimi, Ali-Asghar Shahbazi Länge: 123 Min. |
Mit seinem Drama Nader und Simin - Eine Trennung gewann der iranische Regisseur Asghar Farhadi den Goldenen Bären der Berlinale 2011. Farhadi ist ein Meister der subtilen Gesellschaftsanalyse, der mit seinem Film seltene Einblicke in das Leben iranischer Familien gewährt. Das Ehepaar Nader und Simin steht kurz vor der Scheidung. Simin will weg aus dem Iran, um der gemeinsamen Tochter im Ausland ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch Nader will bei seinem kranken Vater im Iran bleiben. Als Simin auszieht, stellt Nader eine schwangere, fromme Pflegerin für seinen Vater ein. Die Frau ist jedoch überfordert und vernachlässigt den alten Mann. Als Nader das erfährt, kommt es zu einer Kurzschlussreaktion. Er gerät unter Mordverdacht. (RZ-Online) |
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19. 6. |
Super 8 |
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Super 8 USA 2011 Regie: J. J. Abrams Darst.: Kyle Chandler, Elle Fanning, Joel Courtney, Gabriel Basso, Noah Emmerich, Ron Eldard Länge: 112 Min. |
Um Mitternacht stehlen sie sich aus dem Haus: Charles hat seinen Freund Joe und die Jungs überredet, bei seinem ambitionierten Zombiefilm mitzumachen. Sogar Alice, immerhin schon 14, ist dabei. An einem stillgelegten Bahnhof steuert der Dreh seinem dramatischen Höhepunkt entgegen, als ein Güterzug am Horizont auftaucht. Der coole Effekt wird zum Horrorszenario: Der Zug entgleist, in Rekordzeit riegelt das Militär den Ort ab. Tatsächlich gehen seltsame Dinge vor: Erst verschwinden Mikrowellen, dann sämtliche Hunde der Stadt. Was war in diesem Zug? „Ich wollte einen Film drehen, der sich anfühlt wie meine Kindheit“, sagt J. J. Abrams. Sein Sommerabenteuer spielt 1979 und sollte aussehen, als wäre es auch damals gedreht worden. Der liebevolle Retrolook und die Inszenierung, die auf Hochspannung, Witz und wohldosierte Schreckeffekte setzt, erinnern an Spielberg-Klassiker wie E. T. - Der Außerirdische. (cinema) |
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25. 6. |
Jane Eyre |
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Jane Eyre Großbritannien/USA 2011 Regie: Cary Joji Fukunaga Darst.: Mia Wasikowska, Jamie Bell, Su Elliot, Holliday Grainger, Tamzin Merchant, Amelia Clarkson, Sally Hawkins Länge: 121 Min. |
Adaption von Charlotte Brontës Roman um die Waise Jane Eyre, die als Gouvernante aufs Anwesen eines Adligen kommt. Dieser gibt sich zunächst schroff und unzugänglich, bevor er sich der unscheinbaren, aber selbstbewussten jungen Frau in Liebe zuwendet. Doch dem Glück steht ein düsteres Geheimnis aus der Vergangenheit des Hausherren entgegen. Elegant verbindet der Film Horror, Krimi, Liebes-, Psycho- und Emanzipationsdrama und fesselt als eine Lesart des viktorianischen Klassikers, die weniger auf die dramatischen Eckpunkte als auf die psychologische Durchdringung vor allem der weiblichen Hauptfigur setzt. Sowohl die Kamera als auch die Musik, vor allem aber die großartigen Darsteller machen die Gefühlswelten der Figuren dabei intensivst transparent. (filmdienst) |
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26. 6. |
Illegal |
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Illégal Belgien/Luxemburg/Frankreich 2010 Regie: Olivier Masset-Depasse Darst.: Anne Coesens, Alexandre Gontcharov, Essé Lawson, Gabriela Perez Länge: 95 Min. |
Die Russin Tania und ihr mittlerweile dreizehnjähriger Sohn Ivan kamen vor acht Jahren nach Belgien. Ihr Asylantrag wurde abgelehnt, seitdem leben die beiden ohne Aufenthaltsgenehmigung hier. Sie sprechen perfekt französisch, der Junge besucht die Schule, die Mutter hält sie mit einem Putzjob über Wasser. Die Angst vor der Polizei begleitet Tania ständig. Sie bemüht sich, ihre Herkunft zu verschleiern und redet nie russisch in der Öffentlichkeit. Doch eines Tages geraten die zwei in eine Ausweiskontrolle. Während Ivan gerade noch fliehen kann, wird Tania gestellt. Sie kommt in Abschiebehaft. Ein Albtraum beginnt. (bjf-Text) „Der Film zeigt die Brutalität des Systems aus Reichtum und Abschottung im Kontrast zu der Verzweiflung von Menschen, die sich darüber hinwegsetzen und ihren Traum von einem besseren Leben einfach nur leben wollen. Masset-Depasse nimmt einem den Glauben an die Neutralität des Rechtsstaates, beraubt seine Zuschauer ihres beruhigenden Gewissens, demzufolge vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind.“ (Martin Theobald) |
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Eine offene Rechnung |
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The Debt USA/Großbritannien/Ungarn 2011 Regie: John Madden Darst.: Helen Mirren, Sam Worthington, Jessica Chastain, Jesper Christensen, Marton Csokas, Ciaran Hinds Länge: 113 Min. |
Vor über 30 Jahren hat Rachel Singer Israel einen großen Dienst erwiesen und wird seitdem als Heldin gefeiert: 1965 schickt der Mossad die unerfahrene Agentin nach Ostberlin, um einen gewissen Dieter Vogel zu stellen und der Justiz zu übergeben. Er war der berüchtigte „Chirurg von Birkenau“. Rachels Partner sind der sensible David und der arrogante Draufgänger Stephan. Die riskante Mission wird zur Zerreißprobe, denn schon die Konstellation in der Sonder-WG birgt erotischen Zündstoff. Rachel hat Stephan geheiratet, aber ihre große Liebe war David. Als er jetzt nach all den Jahren überraschend auftaucht, ruft er die Vergangenheit wach, die sie bis heute verfolgt. In Rückblenden wird nach und nach enthüllt, was damals tatsächlich passierte und welches dunkle Geheimnis die drei verbindet. Regisseur John Madden ist für Shakespeare in Love bekannt. Umso heftiger überfällt einen dieser Film: Eine offene Rechnung ist harter Actionthriller, erschütterndes Psychodrama und erzählt fast nebenbei noch eine tragische Liebesgeschichte. Der Originaltitel - The Debt (Schuld) - trifft besser, worum es in diesem cleveren Schocker eigentlich geht: Eines Tages rechnet das Schicksal ab. (cinema) |
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3. 7. |
Die Lincoln Verschwörung |
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The Conspirator USA 2010 Regie: Robert Redford Darst.: James McAvoy, Robin Wright, Kevin Kline, Tom Wilkinson, Evan Rachel Wood, Justin Long, Danny Huston Länge: 122 Min. |
Oscar-Preisträger Robert Redford mag politischen Tiefgang, das stellt er mit Die Lincoln Verschwörung erneut unter Beweis. Sein achtes Regiewerk ist ein klassisch inszeniertes Gerichtsdrama, das von den Folgen des Attentats auf den 16. US-Präsidenten Abraham Lincoln handelt. Als einzige Frau wird die Südstaatlerin Mary Surratt als Komplizin vor ein Militärtribunal gestellt. Redford thematisiert Machtmissbrauch und die Aufweichung der Justiz in Terrorzeiten. Gleichzeitig ist es die packende Geschichte eines Anwalts, der seine Mandantin vor dem Galgen retten will. (RZ-Online) |
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9. 7. |
Saboteure |
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Saboteur USA 1942 Regie: Alfred Hitchcock Darst.: Priscilla Lane, Robert Cummings, Otto Kruger, Alan Baxter, Clem Bevans Länge: 85 Min. |
Der Ingenieur Barry Kane (Robert Cummings) wird nach einem Großfeuer in einer Flugzeugfabrik der Sabotage und des Mordes beschuldigt und muss fliehen. Seine Flucht geht quer durch die USA, wobei er Patricia Martin (Priscilla Lane) kennen und lieben lernt, immer auf der Jagd nach dem geheimnisvollen Mr. Fry, den er für den wahren Saboteur hält. In New York scheint er ihm endlich auf die Spur zu kommen. (OFDb) Oberflächlich gesehen ein Beitrag zur politischen Propaganda und geistigen Mobilmachung vor dem Kriegseintritt der USA, verwandelt Hitchcock das Sujet in einen subversiven und spannenden Abenteuer-Thriller, der das Fluchtmotiv grandios ausspielt und die Grundzüge von Der unsichtbare Dritte vorwegnimmt. (filmdienst) |
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10. 7. |
The Ides of March Tage des Verrats |
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The Ides of March USA 2011 Regie: George Clooney Darst.: Ryan Gosling, George Clooney, Evan Rachel Wood, Marisa Tomei, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Jeffrey Wright Länge: 101 Min. |
Für einen ehrgeizigen jungen Wahlkampfmanager, der die Kampagne eines demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten mitgestaltet, stellt seine Arbeit eine Herzensangelegenheit dar. Versuche der Gegenseite, ihn ins eigene Team zu locken, scheinen aussichtslos, bis dann doch Loyalitäten und Verlässlichkeiten untergraben werden. Anhand eines vorzüglichen Darsteller-Ensembles, dem die Kamera immer wieder anteilnehmend nahe rückt, studiert der Film seine politischen Akteure als Menschen, die im spannungsvollen Spiel der Interessen mit den Grenzen ihrer Integrität konfrontiert werden. Der ruhig entwickelte, mit furiosen Dialogen glänzende Film lotet an der Schnittstelle von Polit-Thriller und Drama die Grauzone zwischen politischen Idealen und „Machbarkeiten“ aus. (filmdienst) |
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16. 7. |
Der Knochenmann |
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Österreich 2009 Regie: Wolfgang Murnberger Darst.: Josef Hader, Josef Bierbichler, Birgit Minichmayr, Christoph Luser, Simon Schwarz, Dorka Gryllus Länge: 126 Min. |
Seine Tour „Privat“ (1994) ist noch immer das meistgesehene Kabarettprogramm Österreichs. Doch auch wenn Josef Haders Wurzeln auf der Kleinkunstbühne liegen, ist er mittlerweile im Kino gleichermaßen etabliert. Denn eines ist gewiss: Hader ist immer großartig – egal, ob als Kabarettist, auf der Leinwand oder im Theater. Wenn er allerdings in die Rolle von Wolf Haas' Kultromanfigur Brenner schlüpft, ist Hader einfach unschlagbar. Regisseur Wolfgang Murnberger schickt seinen skurrilen Protagonisten in der Krimi-Groteske Der Knochenmann wieder auf die wundersame Reise ins Herz der österreichischen Finsternis. (filmstarts.de) Brenner verschlägt es in die Provinz zur Grillstation Löschenkohl, in der nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Denn im Knochenmehl der Hühner finden sich auch die Reste menschlicher Gebeine … |
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17. 7. |
Sherlock Holmes Spiel im Schatten |
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Sherlock Holmes: A Game of Shadows USA 2011 Regie: Guy Ritchie Darst.: Robert Downey jr., Jude Law, Jared Harris, Noomi Rapace, Stephen Fry, Eddie Marsan, Rachel McAdams Länge: 128 Min. |
Verschwörungstheorien sind seine Leidenschaft: Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.), der seiner Zeit beste Detektiv der Welt. Mit Sherlock Holmes: Spiel im Schatten feiert die Romanfigur von Arthur Conan Doyle nun ihr Comeback auf der deutschen Kinoleinwand. Im Duell mit dem Schurken Professor Moriarty (Jared Harris) gerät Holmes dabei mitunter in Verlegenheit - ohne dabei jedoch die Fassung zu verlieren. Wie im ersten Teil bietet Regisseur Guy Ritchie seinem Publikum spritzige Dialoge zwischen dem Ermittler und seinem Partner Dr. Watson (Jude Law), zahlreiche Actionszenen und die ein oder andere animierte Zugabe. (RZ-Online) Der zweite Teil des Sherlock-Holmes-Reboots wirkt reifer und origineller als sein Vorgänger. Ein dritter Teil der Detektivsaga ist übrigens in Vorbereitung. Iron Man 3-Autor Drew Pearce schreibt derzeit das Drehbuch. (cinema) |
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